Der Autor

Luis Zagler, Dramatiker

 

Luis Zagler, geb. in Tirol, studierte Komposition bei Prof. Robert Nessler am Konservatoirum in Innsbruck und Vergleichende Weltliteratur an der Universität in Innsbruck bei Prof. Zoran Konstantinovic. Er promovierte mit Auszeichnung und einer Doktorarbeit über „Shakespeare am Theater in Innsbruck“. In seiner Studienzeit befasste er sich ausführlich mit dem Amerikanischen Theater des 20. Jahrhundert, dem Musical und vor allem mit Shakespeare.

 

Seine literarische Laufbahn begann bereits vor seinem Literaturstudium mit der Aufführung seiner ersten Theaterstücke, die u. a. vom Bayerischen Fernsehen verfilmt wurden. Nach seinem Studium folgten Uraufführungen seiner Theaterstücke „Brot‘, „Die Erbinnen“, und „Die Karrner“, mit denen er vor allem in Österreich grosse Erfolge feiern konnte. Es folgten Fernsehaufzeichnungen im ORF und eine Verfilmung der RAI. Anschliessend widmete der Dramatiker sich wieder mehr der Musik und brachte sehr erfolgreich mehrere CDs auf den Markt, darunter eine Reihe von Instrumental-CDs mit seinen beiden Töchtern Michaela & Elisa, sowie die Kindermusicals „Der Bettler Ohneglück“, „Waldleben“ und „Spiegelspiel“. Im renommierten Doblinger Verlag in Wien erschienen zwei Bände mit Chormusik. 2015 kamen die von Genny Ploner in die Ladinische Sprache übersetzten Erzählungen Stories de Vita auf den Markt, die vom Ladinischen Kulturinstut als Buch mit Bildern aus dem Gadertal veröffentlicht wurden.

 

Zagler erhielt eine Reihe von Arbeitsstipendien u. a. von der Südtiroler Landesregierung, der Stiftung Südtiroler Sparkasse, dem Dramatischen Zentrum und der Literar Mechana in Wien. Als Theaterautor wurde ihm zweimal das Österreichische Staatstipendium für Dramatische Literatur zugesprochen. Das Österreichische Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Sport prämierte seine Salzburger Aufführung des Stückes „Brot“ als eine der besten Aufführungen in Österreich.

 

Neben vielen Rezensionen in Zeitschriften, Zeitungen, wie auch im Rundfunk, gibt es Doktorarbeiten u. a. von Ester Karnutsch, die mit einer Arbeit über den Dramatiker Luis Zagler an der Universität Trient promovierte.

 

Kritiker waren anlässlich der Aufführungen der Stücke des Theaterautors immer voll des Lobes. So stand anlässlich der Uraufführung von „Brot“ in der Süddeutschen Zeitung zu lesen: „Als sei Samuel Beckett nun auch im Volkstheater angekommen.Im Kurier schrieb ein Theaterkritiker: “Ein rasendes, leidvolles Manifest über die Isolation in der Armut, der Einsamkeit, die Menschen verändert, und ein gesamtkünstlerisches Ereignis von gesellschaftspolitischer Brisanz und seltener Schönheit. (…) Die Aufführung ist ein Gesamtkunstwerk, das neue Massstäbe setzt.“

 

Anlässlich der Uraufführung des Stückes „Die Erbinnen“ stand im Kurier zu lesen. ,,Super Volkstheater – packend aktuell. In der hautnahen, dichten Atmosphäre im ,,Theater im Turm“ ist derzeit ein beispielhafter, beklemmend aktueller Theaterabend im besten Volkstheatersinn zu sehen. Da werden Themen – das der schrankenlosen Vermarktung unserer Landwirtschaft einerseits, des Aufbruches zur Umkehr andererseits und letztlich jenes des sozialen Ausgeliefert-Seins – mit Brecht-Ansätzen und Chören, dichten Dialogen im Rahmen einer spannenden Handlung und in einem stets präsenten, die Aufführung unterstreichenden Bühnenbild zwei Stunden lang geboten. Was bleibt, ist Erschütterung und Begeisterung, die auch beim Premierenpublikum am spürbar war.“

 

Nach der Aufführung des Stückes in Salzburg stand im „Salzburger Fenster“ über den Theaterautor: „Seine Menschen werden immer wieder zu tragischen Symbolgestalten menschlicher Existenz. Sie sind konfrontiert mit den wesentlichen Dingen des Lebens – nicht mehr und nicht weniger.“

 

In den  Flachgauer Nachrichten stand zu lesen: ,,Das Hauptaugenmerk des Theaterautors Luis Zagler gilt immer wieder dieser besonderen Problematik, für deren Umsetzung seine Werke von der begeisterten Kritik schon mit Gerhart Hauptmanns ,,Weber“ verglichen wurden.“